Schrift vergrößernStartseiteImpressum
NaturFreunde Hessen
Rückblick

Vor dem Reinhardswald bei Wind und Regen

NaturFreunde Kassel e.V. mittwochs-aktiv II
Wanderbericht vom 11. März 2009
Vor dem Reinhardswald bei Wind und Regen
Route: Grebenstein Bahnhof – Steinbruch – Hof Sprinkenthal – Oberhaldessen – Ostrand Lichte
Heide – Hombressen – Carlsdorf – Hofgeismar-Gesundbrunnen = 12 km (4 Std. 10 Min.)
Wanderleitung: Edel & Jochen Boczkowski Hin- und Rückfahrt mit ÖPNV
21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Unsere Tour verläuft zu 2/3 im offenen Gelände westlich der Esse und der Bahnlinie
Grebenstein - Hofgeismar. Auf ungezeichnetem Weg erreichen wir den im ehemaligen
Sandsteinbruch gelegenen Grillplatz mit Hütte, in der wir unser 2. Frühstück
einnehmen. Bis vor wenigen Tagen konnte man in diesem Terrain auf 18
Bahnen Disc-Golf spielen. Bei dem Spiel wird eine Frisbiescheibe mit möglichst
wenigen Würfen in einen Korb geworfen. Der Abwurf wird von einem bestimmten
Punkt vorgenommen. Alle weiteren Würfe erfolgen von der Stelle, wo die Scheibe
zum Liegen kam. Die Wurfzahl der einzelnen Bahnen wird zum Gesamtergebnis
zusammengezählt. Die Körbe sind inzwischen auf Weisung der Stadt Grebenstein
abgebaut, sodass ich nur ein Foto einfügen kann. Die Ketten fangen die Scheibe
ab und sie fällt dann unten in den Korb. Es gibt Turniere und Meisterschaften auf
nationaler und internationaler Ebene, aber nicht mehr in Grebenstein.
Der Gutshof Oberhaldessen besteht seit
1884 auf einer Hochebene in 250 m Höhe. Zwischen 1100 bis
1450 befand sich hier ein Dorf mit 10 Höfen und sogar einer Kirche.
Lediglich von der Kirche ist ein spärlicher Rest zu erkennen.
Auch der Teich soll
schon sehr alt sein.
Die Dachflächen des
Gutes sind mit Kollektoren
bestückt und
erzeugen zusammen
mit Windrädern erneuerbare
Energie.
Trotz Wind und gelegentlichen
Schauern sind wir von der Rundumsicht zum Dörnberg,
Rosenberg, Wattberg, Heuberg, Westberg, Schöneberg beeindruckt;
und identifizieren außerdem noch die Orte Grebenstein,
Kelze, Hofgeismar und Udenhausen.
Nach Überquerung der L3229 Carlsdorf – Udenhausen erreichen wir das
Waldstück Lichte Heide. Zwei km wandern wir am Wald entlang nach Hombressen.
Hier stoßen wir auf die aus dem Reinhardswald kommende Lempe.
Wegen ihres großen Einzugsgebiets hat sie guten Wasserstand. Das Wanderzeichen
ist ab jetzt unser Begleiter bis zum Hugenottendorf Carlsdorf.
Das kreuzförmig angelegte Dorf geht zurück auf die erste Ackerkolonie für
Asylanten aus Frankreich im Jahre 1686. Es wurde nach Landgraf Carl benannt.
Die Planung der sehenswerten Fachwerkkirche und des Ortes wird
dem „Französischen Baumeister“ Paul du Ry zugeschrieben. In Kassel war
er mit der Ausführung der Oberneustadt betraut. Die Bänke der tagsüber geöffneten
Kirche boten uns Gelegenheit, Kraft für die Schlussetappe zu sammeln.
Sie führt an der Lempe entlang vorbei an der 500 Jahre alten Strauchmühle
und der Papiermühle zum Stadtteil Gesundbrunnen. Der Brunnentempel im
Mittelpunkt eines imposanten architektonischen Ensembles ist von Simon
Louis du Ry, Enkel von Paul du Ry, entworfen worden. Die abschließende
Kaffeeeinkehr im Cafe Gesundbrunnen hat uns gefallen.
Benutzte Karte: Topogr. Karte Habichtswald/Reinhardswald 1:50000
Wandergeld = 12,00 Euro
Reisekosten bei Vorwanderung am 25.02. = 3,00 Euro

Galerie