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„Ferien vom Krieg" erhält Julius-Rumpf-Preis

„Ferien vom Krieg" erhält Julius-Rumpf-Preis

der Martin-Niemöller-Stiftung

Den Julius-Rumpf-Preis 2010 der Martin-Niemöller-Stiftung in Höhe von 10.000 Euro erhält in diesem Jahr das Projekt „Ferien vom Krieg“ des Komitees für Grundrechte und Demokratie. Die feierliche Preisverleihung findet am 12. Juni 2010, 17.00 in der Katharinenkirche in Frankfurt statt.

Seit 1994 haben sich bei den „Ferien vom Krieg" mehr als 20.000 Kinder und Jugendliche aus den verfeindeten Gebieten des ehemaligen Jugoslawien bei Spielen, Ausflügen und friedenspädagogischen Workshops getroffen. Darüber hinaus sind in den letzten neun Jahren 1200 junge Menschen aus Israel und Palästina nach Deutschland gekommen, um hier in Dialogseminaren ihren „Feinden“ zu begegnen. Für diese Treffen, die zu Hause unmöglich wären, brauchen sie Mut, denn sie können deshalb als „Vaterlandsverräter“ gebrandmarkt werden.

Von UN-Offiziellen im Kosovo bis zu prominenten Friedensaktivisten in Israel und Palästina wurde zu Anfang vor solch brisanten Begegnungen gewarnt, da es bei Kampfhandlungen in der Heimat unweigerlich zu Tätlichkeiten kommen würde. Zwar gab es solche Zuspitzungen fast jeden Sommer (1994-95 in Bosnien, 1999 im Kosovo, 2001 in Mazedonien und in Israel/Palästina seit 2001 die zweite Intifada, 2006 den Libanonkrieg, 2009 den Gazakrieg), doch bei tausenden von jungen Menschen aus diesen Kriegsgebieten kam es noch nie zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. „In einer schönen Umgebung, unter gleichberechtigten Bedingungen und in einem moderierten Dialogprozess spüren die Jugendlichen, dass sie eine Friedensmission erfüllen und den Erwachsenen ein Beispiel vorleben“, meint Helga Dieter, die ehrenamtliche Koordinatorin des Projekts.

Die jungen Menschen sind neugierig auf die „Anderen“, von denen sie aus der heimischen Propaganda nur Schreckensbilder kennen. Die Prozesse der Annäherung und Abgrenzung sind oft schmerzhaft, wenn das festgefügte Weltbild zusammenbricht. In vielen Gruppen werden dann Perspektiven für gemeinsame Aktivitäten auf beiden Seiten der Mauer entwickelt.

Nachdem seit Jahrzehnten alle Friedensverhandlungen gescheitert sind, muss sich die Verständigung als Grundlage eines gerechten Friedens mit der heranwachsenden Generation von unten entwickeln.

„Ferien vom Krieg hat eine neue Friedensbewegung initiiert", erklärte Stiftungsvorsitzender Prof. Dr. Martin Stöhr. „Die Erfahrungen Tausender junger Menschen auf dem Balkan und aus dem Nahen Osten, dass ein Zusammenleben zwar schwierig, aber möglich ist, wirken nachhaltiger für die Entwicklung friedlicher Verhältnisse als militärische Präsenz."

Bitte unterstützen Sie dieses friedenspolitische und humanitäre Projekt mit einer "Ferienpatenschaft" von 130 Euro (+/-) oder sammeln Sie dafür bei Familienfesten und Veranstaltungen. Die Verwaltungskosten sind minimal, weil das Team ehrenamtlich arbeitet.

Konto: Grundrechtekomitee Nr. 8013055 bei Volksbank Odenwald BLZ 508 635 13 (Bitte Ihre Adresse unter "Verwendungszweck").

Bitte verbreiten Sie den Spendenaufruf im Anhang

Auskunft: Helga Dieter, Tel. 069-7892525

www.ferien-vom-krieg.de** www.martin-niemoeller-stiftung.de**www.grundrechtekomitee.de
 

Downloads

Call_for_donations_2010 (0.16 MB)Ferien_vom_Krieg_Bad_Boll (0.03 MB)Spendenaufruf_2010 (0.10 MB)